Welttag der bedrohten Arten, wie steht es um Süßwasserfische?

© Laurent Duclos

Der Welttag der bedrohten Arten, der jedes Jahr am 11. Mai begangen wird, soll auf das Ausmaß der Krise der biologischen Vielfalt aufmerksam machen und öffentliche Behörden, Akteure der Zivilgesellschaft und die breite Öffentlichkeit für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Arten mobilisieren. Er stützt sich insbesondere auf die Daten der weltweiten Roten Liste der IUCN, die als internationale wissenschaftliche Referenz gilt.

Ein alarmierender Befund

In der Ausgabe 2025 der Roten Liste der Welt werden von 172.620 bewerteten Arten 48.646 als gefährdet eingestuft, was etwa 28 % der analysierten Gesamtmenge entspricht. Diese Zahlen umfassen sowohl Fische, Amphibien und Vögel als auch Pflanzen und Bäume, von denen mittlerweile ein wachsender Anteil als vom Aussterben bedroht anerkannt wird.

Besonderheiten von Süßwasserfischen

In Frankreich hebt die Rote Liste der bedrohten Arten hervor, dass 19 % der Süßwasserfische vom Aussterben aus dem Land bedroht sind. Wanderfischarten (Forellen, Lachse, Maifische, Aale usw.) sind besonders stark von der Fragmentierung der Wasserläufe, von Dämmen, schlecht angelegten Kanälen und der Verschlechterung der Lebensräume betroffen.

Les barrages ont une incidence sur le comportement des poissons.
Staudämme beeinflussen das Verhalten von Fischen.

Rolle von Fischern und Vereinen

Die Angelvereine beteiligen sich aktiv an der Erhaltung der biologischen Vielfalt durch die Pflege und Wiederherstellung der Ufer, die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit (Fischpässe, Umgestaltung von Schwellen) und die wissenschaftliche Überwachung (Fänge, Markierungen und Wiederfänge, Populationsindex, Überwachung des Besatzes).

Diese Maßnahmen, gekoppelt mit Sensibilisierungskampagnen und einem verantwortungsvolleren Umgang mit der Entnahme, tragen dazu bei, den Trend zur Seltenheit vieler gefährdeter Arten aufzuhalten.

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