Wo findet man Maultiere?
Als Erstes sollte man nach sichtbaren Anzeichen für Aktivität Ausschau halten: Strömungen, Fische an der Oberfläche, Bewegungen am Uferrand oder kleine Kreise im ruhigen Wasser. An einem flachen Strand kann man ihm nahe am Ufer und in den ersten Wellen begegnen, während man an einem tief abfallenden Strand oft etwas weiter draußen angeln muss. Die besten Stellen sind oft geschützte Bereiche, Deiche, Häfen, Flussmündungen und Orte, an denen sich organische Abfälle, Brot oder Partikel ansammeln.
Die passende Ausrüstung
Die Meeräsche verträgt keine groben Vorwürfe, daher sollte man auf leichte und unauffällige Methoden setzen. Eine empfindliche Rute, eine dünne Hauptschnur und Vorfächer aus Fluorocarbon oder feinem Nylon sind die klassische Wahl, ergänzt durch kleine, unauffällige Haken. Am Meeresufer ermöglichen einfache Montagen mit 2 oder 3 Vorfächern und einem der Strömung angepassten Bleigewicht, den Köder sauber zu präsentieren, ohne den Fisch zu verschrecken.

Köder und Anfütterung
Die Meeräsche beißt sehr gut auf Brot, halbhartes Brot, Schlammwurm, bestimmte kleine Meereswürmer oder einfache, natürliche Köder an. Schwimmendes Brot ist eine sehr effektive Methode, wenn die Fische an die Oberfläche kommen oder sich unter dem Köderplatz aufhalten, vorausgesetzt, man verwendet eine leichte und gut sichtbare Angelausrüstung. Das Anfüttern sollte maßvoll erfolgen und etwas abseits des Angelplatzes stattfinden, um den Fischschwarm nicht zu verscheuchen.
Animation und Beschlag
Sowohl beim Angeln mit Kunstködern als auch mit lebendem Köder erfordert die Meeräsche eine geduldige Vorgehensweise. Beim Angeln mit Brot darf man nicht zu früh ansetzen: Der Fisch schiebt den Köder oft vor sich her, bevor er von selbst anbeißt. Beim Angeln mit Kunstködern sollte man kleine, langsame Züge, Pausen und ein unauffälliges Einholen bevorzugen, da zu starke Vibrationen den Fisch misstrauisch machen. Der Anhieb muss reaktionsschnell, aber kontrolliert erfolgen, insbesondere wenn der Fisch den Köder schnell wieder ausspuckt.

Die richtigen Reflexe
Nähern Sie sich dem Angelplatz geräuschlos, bereiten Sie die Ausrüstung im Hintergrund vor und vermeiden Sie abrupte Bewegungen am Ufer. Eine Polarisationsbrille ist sehr hilfreich, um Fischschwärme zu erkennen und die Wurfweite anzupassen. Wählen Sie schließlich ruhige Zeitpunkte, oft bei geringer bis mittlerer Seegangstärke, wenn die Fische in Ufernähe umherschwimmen und nach Nahrung suchen.
In der Praxis ist das Prinzip ganz einfach: mit feinem Gerät angeln, vor dem Auswerfen die Situation beobachten und den Köder oder Kunstköder so natürlich wie möglich präsentieren.

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