Küstenangeln im Mittelmeer im September: Fischarten, Techniken und Tipps

Angeln im September im Mittelmeer
Angeln im September im Mittelmeer © Laurent Duclos

Der September ist eine besonders interessante Zeit für das Angeln vom Ufer aus im Mittelmeer. Das Wasser ist nach dem Sommer noch warm, doch die ersten Wetterumschwünge und die kürzer werdenden Tage kündigen allmählich den Herbst an. Seebarsche, Goldbrassen, Obladen, Sars oder auch pelagische Fische bieten den Anglern dann von Stränden, Deichen und felsigen Abschnitten aus hervorragende Fangmöglichkeiten.

Der Wolf: Auf die ersten Wetterumschwünge warten

Der Wolfsbarsch oder Mittelmeer-Wolfsbarsch entwickelt sich nach und nach zu einer besonders begehrten Beute. Zu Beginn des Monats sind in der Regel die morgendlichen und abendlichen Angeltouren zu bevorzugen. Der September bringt jedoch auch die ersten Windböen und unruhige See mit sich, die die Angelbedingungen komplett verändern können.

Nach einem Seegang sollten vorrangig die durch die Brandung aufgewühlten Bereiche, Hafenausläufe, Flussmündungen und Strände mit Strömung abgesucht werden. Mit Schwimmködern, Weichködern und kleinen Oberflächenködern lassen sich diese Stellen effektiv abdecken.

Die Beobachtung ist nach wie vor von entscheidender Bedeutung: Aktive Vögel, Schwärme von Jungfischen und Jagdaktivitäten in Ufernähe können auf die Anwesenheit von Raubtieren hinweisen.

Goldbrasse: Wieder einmal eine hervorragende Saison

Das Angeln auf Goldbrassen im September ist nach wie vor besonders lohnenswert. Die Fische halten sich weiterhin an Stränden, Deichen, Gebieten mit einer Mischung aus Sand und Felsen sowie an bestimmten Hafeneinfahrten auf.

Beim Surfcasting oder beim Angeln vom Steg aus sind Krabben, Meereswürmer und Muscheln Köder erster Wahl. Eine unauffällige Präsentation und eine den Bedingungen angepasste Montage können bei den misstrauischsten Fischen den Ausschlag geben.

Die ersten und letzten Stunden des Tages sind interessant, aber auch das Nachtangeln kann schöne Überraschungen bereithalten.

Sars und Marbrés von den Stränden und Felsen aus

Sars lassen sich in felsigen Abschnitten, an Deichen und in Bereichen mit starker Brandung antreffen. Leicht bewegte See ist oft vielversprechend, da sie zahlreiche kleine Beutetiere in Bewegung versetzt.

An Sandstränden ist der Marmorbrasse ein weiteres beliebtes Ziel. Beim Surfcasting mit Meereswürmern lassen sich verschiedene Entfernungen ausprobieren, bis man die Fische ausfindig macht.

Man sollte übrigens nicht unbedingt versuchen, den Köder so weit wie möglich auszuwerfen: Einige Fischarten kommen ganz nah an den Uferrand heran, um zu fressen, besonders wenn es dunkler wird.

Pelagische Arten: Beutejagd beobachten

Der September kann auch spektakuläre Momente bereithalten, wenn kleine pelagische Fische und andere Raubfische in Küstennähe Beutefische jagen. Je nach Gebiet lassen sich Makrelen, Stöcker, Bonitos oder kleine Barrakudas von Deichen und Felsvorsprüngen aus fangen.

Mit Casting-Jigs und Wobblern lassen sich weite Würfe erzielen und ein Beutegebiet schnell erreichen. Man sollte die Einholgeschwindigkeiten und Tiefen variieren, anstatt systematisch immer dieselbe Bewegung zu wiederholen.

Rockfishing: Leichtes Angeln, das immer funktioniert

Um den Fang zu steigern, eignet sich der September nach wie vor hervorragend zum Rockfishing im Mittelmeer. Mit leichter Ausrüstung und kleinen Weichködern lassen sich an Hafenbefestigungen, Deichen und felsigen Abschnitten insbesondere Drachenfische, Grundeln und kleine Serraniden fangen.

Bei dieser Angelmethode kommt es vor allem darauf an, die Verstecke gezielt zu bearbeiten: Spalten, Tiefenwechsel und unter Wasser liegende Felsblöcke sind allesamt potenzielle Angelplätze.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind besonders empfehlenswert

Im September kann es im Mittelmeer noch recht warm sein. Wenn die Tage sommerlich bleiben, sind daher oft die beiden Tageszeiten am interessantesten. Auch die Nacht bietet hervorragende Angelmöglichkeiten, insbesondere für Goldbrassen und Wolfsbarsche.

Behalten Sie im Laufe des Monats vor allem die Wetterveränderungen im Auge. Wind, fallender Luftdruck, Seegang und leicht trübes Wasser können neue Möglichkeiten eröffnen.

Das Angeln im Mittelmeer im September vom Ufer aus bietet somit eine bemerkenswerte Vielfalt. Anstatt sich auf eine einzige Technik zu beschränken, kann man sich schnell anpassen, wenn man zusätzlich zur Ausrüstung für das Angeln mit Köder auch ein paar Kunstköder mitnimmt: Eine Fischschar kann schon in wenigen Dutzend Metern Entfernung auftauchen, während man ruhig auf den Biss einer Dorade wartet.

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