Der Entwurf der Verordnung
Ziel dieses Projekts ist es, die Verwendung von Blei in der Freizeitfischerei einzuschränken und schließlich ganz zu verbieten.
Geplanter Zeitplan :
- Verbot von Bleigewichten unter 50 Gramm ab 2029,
- Ausweitung auf alle Plomben (über 50 Gramm) bis 2031.
Die Maßnahme ist Teil des europäischen REACH-Plans, der gefährliche Chemikalien einrahmt.
Der REACH-Plan?
REACH ist die europäische Verordnung Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Stoffe. Sie setzt einen strengen Rahmen für die Verwendung von Chemikalien in der EU, darunter auch Blei in der Freizeitfischerei.
Seine Hauptziele :
- Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den Gefahren von Chemikalien.
- Förderung der Substitution von gefährlichen Stoffen durch sicherere Alternativen.âEuro
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie durch mehr Transparenz.
Wirtschaftliche und technische Herausforderungen
In Frankreich verbraucht die Freizeitfischereibranche jährlich etwa 1 000 Tonnen Blei, was einigen hundert Gramm pro Angler entspricht.
Dennoch wirft der Ersatz von Blei konkrete Probleme auf:
Schwierigkeiten, wirksame Ersatzstoffe für verschiedene Arten der Fischerei zu finden (feine Süßwasserfischerei, Tiefseefischerei usw.).
Vorhersehbarer Kostenanstieg: Alternativen sind vorhanden (Wolfram, Stahl, Wismut, Polymere), könnten aber die Preise für Fassungen und Gewichte um das 3- bis 5-fache erhöhen.
Teure industrielle Anpassung, insbesondere für Hersteller von Angelgeräten.

Verfügbare Alternativen
- Wolfram : hohe Dichte, leistungsstark, aber sehr teuer.
- Stahl : preiswert, aber voluminös, daher weniger geeignet für bestimmte Feinfischerei.
- Wismut oder Zinn : umweltfreundlich, aber zerbrechlich oder schwer zu formen.
- Biobasierte Polymere : vielversprechend, aber noch experimentell.
Die Sorgen der Branche
GIFAP (Groupement de l'industrie française d'articles de pêche) warnt vor :
- Ein Risiko der Marktzerrüttung, da es keine ausgereiften technischen Lösungen gibt.
- Eine Bedrohung für kleine Hersteller.
- Ökologische Argumente, die für die Meeresfischerei als nicht ausreichend belegt gelten (Blei würde sich dort nicht auf die gleiche Weise anreichern wie im Süßwasser).

Einige Mitgliedstaaten plädieren daher für einen flexibleren Zeitplan oder gezielte Ausnahmen, bis tragfähige Alternativen entwickelt sind.

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