Funktionsprinzip der Technik
Das ?Sharpshooting? basiert auf einem Echtzeit-Echolot, mit dem man die Bewegungen des Welses verfolgen, seine Reaktion vorhersehen und die Köderbewegung sofort anpassen kann. Man angelt nicht mehr im weitesten Sinne ?in einem Gebiet?, sondern einen bestimmten Fisch, was die Logik der Suche völlig verändert.
Beim Wels funktioniert diese Methode gut, wenn die Fische im offenen Wasser jagen, entlang von Strukturwechseln schwimmen, auf tiefen Plateaus verweilen oder zu Schwärmen von Weißfischen aufsteigen. Sie wird daher häufig in großen Flüssen, großen Seen und tiefen Gewässern eingesetzt, in denen sich die Fische präzise lokalisieren lassen.

Nützliches Material
Um erfolgreich zu sein, braucht man eine robuste und reaktionsschnelle Ausrüstung: eine kraftvolle Rute, eine strapazierfähige Geflechtschnur, eine zuverlässige Bremse und Köder, die im Wasser eine echte Präsenz ausstrahlen. Die gängigen Köder für den Wels sind nach wie vor großzügig dimensionierte Weichköder, die langsam und mit kurzen, aber präzisen Bewegungen geführt werden.
Das Live-Echolot ist das Herzstück, denn es ermöglicht es, nicht nur den Fisch zu sehen, sondern auch die Position des Köders im Verhältnis zu ihm. Ohne diese Live-Anzeige verliert die Technik einen Großteil ihres Reizes.
Wo und wann sollte man es verwenden?
Das Sharpshooting ist vor allem an großen Flüssen und tiefen Seen interessant, wo sich Wels im offenen Wasser bewegen oder sich an deutlich erkennbaren Stellen aufhalten. Bereiche wie Tiefen, Zusammenflüsse, Brückenpfeiler oder tiefe Kanten sind nach wie vor sehr gute Angelplätze für diese Art des Angelns.
Was die Jahreszeit angeht, ist der Wels aktiver, wenn sich das Wasser erwärmt, wobei oft ein deutlicher Höhepunkt vom späten Frühjahr bis in den Sommer hinein zu verzeichnen ist. Die Lichtverhältnisse, der Wind und die Stabilität der Wassersäule haben großen Einfluss auf den Erfolg, insbesondere wenn man nach Fischen sucht, die sich in der Mitte der Wassersäule aufhalten.

Vorteile und Grenzen
Der Hauptvorteil ist die Präzision: Man zielt auf einen echten Fisch, sieht seine Reaktion und kann sofort nachsetzen, langsamer machen oder den Winkel ändern. Das ist eine äußerst wirksame Technik, um das Verhalten des Welses kennenzulernen und eine Verfolgung in einen Biss zu verwandeln.
Allerdings erfordert sie relativ teure Ausrüstung, ein gutes Gespür für die Anzeige auf dem Bildschirm und viel Übung. Außerdem ist sie weniger ?universell? als das Angeln mit lebenden Ködern oder mit einem Clonk, da sie stärker vom momentanen Verhalten der Fische und ihrer Position in der Wasserschicht abhängt.
Das Welsangeln nach der ?Sharpshooting?-Methode ist eine sehr technische Art des visuellen Angelns, bei der man versucht, einen bestimmten Fisch zur Reaktion zu bringen, anstatt auf einen Biss in einem weitläufigen Gebiet zu hoffen.

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