Eine Frage des Geruchssinns
Der Wels wird vor allem mit geruchsintensiven, voluminösen und ansprechend präsentierten Ködern gefangen, da dieser Fisch stark mit der Nase jagt und besser auf einen Köder reagiert, der einen starken Geruch verströmt, als auf einen zu unauffälligen Köder. Zu den bewährten Köderarten zählen tote oder zerteilte Fische, Wurmbündel, Köder auf Leber- oder Innereienbasis, Pellets und manchmal auch ?ausgefallenere? Köder wie Geflügelmagen.
Köder, die funktionieren
Am klassischsten ist nach wie vor toter Fisch oder Fischstücke, vor allem wenn sie aus dem Fanggebiet stammen oder zu einer in der Region heimischen Art gehören, da dies dem entspricht, was der Wels normalerweise vorfindet. Auch Regenwürmer funktionieren sehr gut, insbesondere als Bündel von 5 bis 6 großen Würmern an einem stabilen Haken.
Es gibt auch Köder auf Fleischbasis wie Leber, Hühnermägen, Fischfleisch oder sehr geruchsintensive Mischungen, die besonders wirksam sein können, wenn die Fische misstrauisch sind oder sich in kaltem Wasser aufhalten. Hochattraktive Pellets sind eine weitere Option, insbesondere um viel Geruch zu verbreiten und einen attraktiven Angelplatz zu schaffen.

Wie präsentiert man sie?
Beim Wels ist die Präsentation genauso wichtig wie der Köder. Oft wird eine vom Grund abgehobene Montage empfohlen, da sie die Geruchsverteilung verbessert und den Köder in der Strömung oder über dem Grund besser sichtbar macht. In der Praxis verwendet man oft ein robustes Vorfach, je nach Köder einen großen Einzel- oder Dreifachhaken sowie ein der Strömung angepasstes Bleigewicht. Bei Würmern oder empfindlichen Ködern muss die Hakenspitze gut versteckt werden, um zu verhindern, dass Krebse oder kleine Fische den Köder zu schnell zerstören.
Je nach Jahreszeit
Im Winter verhält sich der Wels oft träger und bevorzugt stark duftende Köder, die gut in der Nähe von Vertiefungen, geschützten Ufern oder Untiefen platziert sind. In dieser Zeit können ein toter Fisch, ein Bündel Würmer oder ein stark duftender Fleischköder den Ausschlag geben. Im Sommer sind Wels aktiver, daher bleiben große Naturköder und gut sichtbare Montagen interessant, vor allem an markierten Stellen. Der Schlüssel liegt darin, den Köder an die Aktivität der Fische und den Fischereidruck in der Gegend anzupassen.

Die richtige Wahl in der Praxis
Wenn Sie Anfänger sind, ist die einfachste Kombination: toter Fisch, eine Packung Würmer, Pellets. Der tote Fisch eignet sich hervorragend für den Einstieg, die Würmer sind vielseitig einsetzbar und lassen sich leicht präsentieren, während sich die Pellets gut zum Anfüttern oder zum Angeln an stark frequentierten Stellen eignen. Sehr klebrige Köder wie Leber oder Innereien können sehr effektiv sein, erfordern jedoch mehr Erfahrung, um sie beim Auswerfen gut zu halten und zu verhindern, dass sie zu schnell zerfallen.

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