?Die Zähne der Hölle?: Der Comic, der von den apokalyptischen Dreharbeiten zu ?Der weiße Hai? erzählt

Die Zähne der Hölle
Die Zähne der Hölle

Ein widerspenstiger mechanischer Hai, ein aus dem Ruder laufendes Budget und ein junger Regisseur, dessen Karriere untergehen könnte, noch bevor sie richtig begonnen hat? Mit ?Die Zähne der Hölle ? Chroniken eines apokalyptischen Drehs? taucht Mahi Grand hinter die turbulenten Kulissen von ?Der weiße Hai? ein, dem Film von Steven Spielberg, der Hollywood auf den Kopf stellen sollte.

Dieser im August 2026 bei Dargaud erschienene dokumentarische Comic über ?Der weiße Hai? wurde vollständig von Mahi Grand gestaltet, der sowohl für das Drehbuch als auch für die Zeichnungen und die Kolorierung verantwortlich ist. Das Album umfasst 184 Seiten und blickt mit einer guten Portion Humor auf eine Produktion zurück, die fast ebenso legendär geworden ist wie der Film selbst.

Wenn ?Der weiße Hai? nicht ganz so fesselnd ist

Im Jahr 1974 war Steven Spielberg noch weit davon entfernt, die Filmlegende zu sein, die wir heute kennen. Nach ?Duell? und ?Sugarland Express? widmete sich der Regisseur der Verfilmung des Romans von Peter Benchley, in dem ein Weißer Hai einen Badeort in Angst und Schrecken versetzt.

Auf dem Papier scheint die Idee relativ einfach zu sein. Auf dem Meer wird alles komplizierter. Spielberg entscheidet sich insbesondere dafür, an Originalschauplätzen zu drehen, und muss sich mit den Unwägbarkeiten des Meeres arrangieren. Die mechanischen Haie bereiten zahlreiche Probleme, die Pannen häufen sich, und die Produktion muss feststellen, dass sich sowohl der Zeitplan als auch das Budget ausweiten. Das Projekt, das den jungen Filmemacher eigentlich zum Durchbruch verhelfen soll, droht nun zu einem beruflichen Schiffbruch zu werden.

Genau dieses Abenteuer erzählt ?Die Höllenzähne?. Anstatt eine akademische Analyse des Films zu liefern, verwandelt Mahi Grand die Hintergründe des Films in eine echte Abenteuergeschichte. Besorgte Produzenten, technische Probleme, Spannungen und Spielbergs Entschlossenheit nähren eine Geschichte, deren Ausgang zwar bekannt ist, die aber dennoch ihre ganze Spannung bewahrt.

Ein humorvoller Sachcomic

Der Autor erhebt übrigens keinen Anspruch darauf, eine bis ins Detail genaue historische Rekonstruktion zu liefern. Er kündigt an, sich im Interesse der Erzählung gewisse Freiheiten zu nehmen. Das Ergebnis liegt somit irgendwo zwischen einer Dokumentation über das Kino, einem Comicroman und einer Komödie über die Dreharbeiten, mit einer Abfolge von Katastrophen, die manchmal den Eindruck erwecken, dass der Hai letztendlich doch nicht die größte Gefahr des Films war.

Das Thema profitiert zudem von der einzigartigen Erfahrung von Mahi Grand. Vor seiner Tätigkeit als Comiczeichner arbeitete der Autor als Bühnenbildner für das Theater und anschließend im Film, insbesondere mit Regisseuren wie Bruno Dumont, Roschdy Zem oder Xavier Giannoli. Diese Nähe zur Welt der Film- und Fernsehproduktionen kommt natürlich voll zur Geltung, wenn es darum geht, von einer Produktion zu erzählen, die aus den Fugen gerät.

Hinter den Kulissen eines Films, der zum Mythos geworden ist

Das Paradoxon macht die Geschichte so fesselnd: Aus diesen chaotischen Dreharbeiten zu ?Der weiße Hai? entstand eines der größten Kino-Phänomene der 1970er Jahre. Der 1975 erschienene Film ?Der weiße Hai? veränderte Spielbergs Karriere und prägte die Populärkultur nachhaltig.

Mehr als fünfzig Jahre nach dem Film erzählt ?Die Zähne der Hölle ? Chroniken eines apokalyptischen Drehs? daher weniger die Geschichte eines menschenfressenden Hais als vielmehr die eines Filmemachers, der sich weigert, von seinem eigenen Film verschlungen zu werden. Ein Comic, der besonders für Filmbegeisterte, Liebhaber von Anekdoten rund um Dreharbeiten und natürlich für all jene geeignet ist, die das Meer seit ?Der weiße Hai? nie wieder ganz mit denselben Augen betrachtet haben.

Die Zähne der Hölle: Chroniken eines apokalyptischen Drehs

  • Zeichnung: Mahi Grand
  • Drehbuch: Mahi Grand
  • Nach: Steven Spielberg
  • Verlag: DARGAUD
  • Erscheinungsdatum: 21. August 2026
  • Verkaufspreis: 23 Euro
Weitere Artikel zum Thema