Wann sollte man im Mittelmeer mit dem Tintenfischangeln beginnen?

Die Tintenfisch-Saison
Die Tintenfisch-Saison © Laurent Duclos

Der Tintenfischfang im Mittelmeer ist über einen Großteil des Jahres möglich, doch bestimmte Zeiträume bieten deutlich günstigere Bedingungen. Wassertemperatur, das Vorkommen von Futterfischen, die Fortpflanzung und die Lichtverhältnisse beeinflussen die Aktivität dieser Kopffüßer stark. Um die Erfolgschancen zu erhöhen, sind der Herbst und der Beginn des Winters in der Regel die beste Zeit, um die Jigköpfe wieder hervorzuholen.

Der Herbst ? der eigentliche Startschuss für die Saison

An den französischen Mittelmeerküsten beginnen die ersten ernsthaften Fangfahrten oft bereits im September und Oktober. Nach der großen Sommerhitze begünstigen die allmähliche Abkühlung des Wassers und die kürzer werdenden Tage, dass sich die Tintenfische der Küste nähern.

Vor allem zwischen Oktober und Dezember wird das Angeln besonders interessant. Die Tintenfische halten sich dann gerne an Deichen, Hafeneinfahrten, Felsspitzen, Stränden und beleuchteten Bereichen auf, wo sich kleine Fische und andere Beutetiere konzentrieren. Diese Nähe zum Ufer ermöglicht ein effektives Angeln von der Küste aus, insbesondere mit der Egi- oder Eging-Technik, bei der moderne, beim Auswerfen animierte Köder zum Einsatz kommen.

November und Dezember ? zwei Monate, die man nicht verpassen sollte

Auch wenn die Bedingungen je nach Region und Jahr variieren, gehören November und Dezember zu den beständigsten Monaten. Die dort anzutreffenden Tiere können im Laufe der Saison zudem an Schönheit gewinnen.

Im Januar und Februar kann man weiterhin angeln, wobei es manchmal zu sehr schönen Überraschungen kommt. Allerdings muss man sich verstärkt mit stürmischen Wetterlagen, schnellen Wetterumschwüngen und einer möglicherweise unregelmäßigen Aktivität auseinandersetzen. Vom Boot aus lässt sich die Saison oft verlängern, indem man tiefere Gewässer erkundet, wenn sich die Kopffüßer von der Küste entfernen.

Der Sonnenuntergang ? ein entscheidender Moment

Die richtige Jahreszeit auszuwählen reicht nicht aus: Der richtige Zeitpunkt für den Tintenfischfang ist ebenso wichtig. Zeiten mit schwachem Licht sind besonders günstig. Der Zeitraum vom späten Nachmittag bis in die frühen Nachtstunden ist daher ein Muss.

Auch in den frühen Morgenstunden lassen sich tolle Angelmöglichkeiten bieten. Nachts schaffen die Beleuchtungen der Häfen und Deiche attraktive Bereiche, in denen sich Beutefische versammeln. Tintenfische nutzen diese Ansammlungen natürlich zum Jagen.

Relativ klares Wasser und eine ruhige See erleichtern ebenfalls das Angeln. In ruhigen Nächten lassen sich verschiedene Tiefen systematisch absuchen, indem man den Jig mehr oder weniger lange absinken lässt, bevor man mit dem Einholen beginnt.

Welche Wobbler sollte man zu Beginn der Saison wählen?

Zu Beginn des Herbstes bilden Jigköpfe der Größen 2,5 bis 3,0 eine hervorragende Grundlage. Wenn die Tintenfische größer werden, übernehmen nach und nach die Modelle 3,0 und 3,5. Bei der Wahl des Gewichts sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die Tiefe erreicht wird, in der sich die Kopffüßer aufhalten.

Natürliche Farben sind besonders bei klarem Wasser und starker Lichteinstrahlung von Vorteil. Bei Einbruch der Dunkelheit oder in leicht getöntem Wasser können kontrastreichere, fluoreszierende oder mit einer Leuchtbeschichtung versehene Farben den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Die Bewegung besteht in der Regel aus kurzen Zügen, Beschleunigungen und Pausen. Diese Pausen sind entscheidend: Oft schlägt der Tintenfisch gerade dann zu, wenn der Köder nach unten sinkt.

Wann sollte man also die Wobbler herausholen?

Für einen Mittelmeerangler, der die Saison in vollen Zügen genießen möchte, markiert der September den Beginn der Beobachtungsphase und der Oktober den eigentlichen Start in die Hauptsaison. November und Dezember sind dann eine besonders günstige Zeit, bevor es mit dem oft technisch anspruchsvolleren Winterangeln weitergeht.

Wichtiger als der Kalender ist es jedoch, das Meer zu beobachten. Das Vorhandensein kleiner Fische, Jagdszenen, klares Wasser, stabiles Wetter und Aktivität rund um die Beleuchtungen sind allesamt Anzeichen dafür. Wenn diese Bedingungen bei Einbruch der Dunkelheit zusammenkommen, ist es wahrscheinlich an der Zeit, die Wobbler vorzubereiten.

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