Die Ringe sind wohl eines der letzten Kriterien, Keramik beiseite, bei der Auswahl einer Angelrute durch die meisten Angler.
Eine Angelrute besteht letztlich aus sehr wenigen Teilen. Sie besteht lediglich aus einem Karbonstab, an dem ein Rollenhalter, Griffe und schließlich Ringe befestigt sind. Letztere sind ein wichtiger Teil Ihres Werkzeugs und sollten daher bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Ihre Rollen
Die Rolle der Ringe ist dreifach!
Zunächst einmal greifen sie während der Wurf- und Einholphase ein, um die Schnur zu führen und dafür zu sorgen, dass sie sich insbesondere nicht aufbläht und perfekt geführt wird. Dadurch werden die erreichten Distanzen optimiert und Perücken (beim Spinning) verhindert.
Ihre Aufgabe ist es, die Informationen, die Sie von Ihrer Angelschnur erhalten, weiterzuleiten. Sie stellen nämlich die Verbindung zwischen der Linie und Ihrem Blank (und damit Ihrem Handgelenk) her. Je höher die Anzahl der Ringe, desto mehr Kontakte und damit auch die Menge der wahrgenommenen Informationen.
Die letzte Funktion der Ringe besteht darin, dass sie eine optimale Arbeit des Blanks ermöglichen, wenn dieser unter Druck steht, und dafür sorgen, dass die Kurve Ihrer Schnur der Kurve Ihrer Rute ähnelt.

Die Anzahl der Beine
Das erste Kriterium, das du bei der Auswahl deiner Ringe beachten solltest, ist die Anzahl der Laschen. Es gibt einseitige Ringe und zweiteilige Ringe (manchmal auch als dreibeinige Ringe bezeichnet). Letztere sind nur für sehr starkes Angeln und an Spinnruten geeignet. Abgesehen von Welsen, exotischen Fischen oder großen Meeresfischen (Thunfisch, Makrelen usw.) ist die Verwendung von Einstegringen völlig ausreichend und macht Ihre Ausrüstung leichter.

Zwei verschiedene Teile
Die Ringe bestehen aus zwei verschiedenen Teilen, nämlich dem Gerüst (also den Laschen) und der Keramik.
- Das Gerüst wird hauptsächlich aus zwei verschiedenen Materialien hergestellt, entweder aus rostfreiem Stahl oder aus Titan. Der Vorteil des letzteren ist natürlich sein geringes Gewicht und seine Widerstandsfähigkeit. Bei einigen Marken gibt es auch Ringe, deren Gerüst aus Karbon besteht, aber das ist nur begrenzt verbreitet.
Bei den Armaturen gibt es verschiedene Ausführungen, die jedoch lediglich einen ästhetischen Zweck erfüllen.
- Keramik hingegen ist der eigentliche "Ring", in dem der Faden zirkuliert. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Materialien liegen in der Abriebfestigkeit, der Gleitfähigkeit und dem Innendurchmesser (der mit der Menge des benötigten Materials zusammenhängt). So gibt es Ringe, deren Keramik aus Alconit gefertigt ist, andere aus Sic (Siliziumkarbid) und schließlich Torzit, das die hochwertigsten Ringe darstellt.

/ 
















