Makrelenquote: Meeresakteure fordern sofortige Überprüfung

Dieser Aufruf der Meeresakteure folgt auf die Entscheidung der französischen Regierung, die für die Freizeitfischerei erlaubte Makrelenquote bis 2026 auf fünf Fische pro Tag und Angler zu senken. Diese Maßnahme, die als Bemühung um die Nachhaltigkeit der Fischbestände dargestellt wird, ruft in der See- und Wassersportbranche heftigen Widerstand hervor.

Der maritime Sektor fordert eine sofortige Überprüfung der Regierungsentscheidung und die Aufnahme eines ausgewogenen Dialogs zwischen Behörden, Wissenschaftlern und Nutzern, um die ökologische Bewahrung mit der wirtschaftlichen und sozialen Kontinuität der Küstenaktivitäten in Einklang zu bringen.

Die wichtigsten Punkte der Anfechtung

Mangelnde Abstimmung : die Entscheidung wäre in der Presse bekannt gegeben worden, bevor es einen formellen Dialog mit Vertretern der Fischer oder der Schifffahrtsindustrie gab.

Wirtschaftliche Auswirkungen : die Freizeitfischerei in Frankreich jährlich etwa 3 bis 4 Milliarden Euro umsetzt, wovon etwa 30 Millionen mit dem Makrelenfang verbunden sind. Die Branche befürchtet unmittelbare Folgen für die Hersteller von Fischereiartikeln, die Häfen, den Tourismus und die Arbeitsplätze an der Küste.

Verhältnis als übermäßig angesehen : den Organisationen zufolge macht die Freizeitfischerei im Vergleich zur Industriefischerei nur einen geringen Teil der Makrelenfänge aus. Keine wissenschaftliche Studie würde zeigen, dass eine Halbierung der Quote (von 10 auf 5) einen messbaren Effekt auf den Bestand hätte.

Die Vorschläge

  1. Vorübergehende Rückkehr zu 10 Fischen pro Tag und Angler in der Saison 2026.
  2. Dieses Jahr als Beobachtungsphase nutzen und sich dabei auf die Daten der RecFishing-App stützen, mit der die Fänge von Freizeitfischern verfolgt werden können.
  3. Eröffnung einer nationalen Konzertierung nach der Saison 2026, um eine nachhaltige und wissenschaftlich untermauerte Regulierung zu etablieren, die alle betroffenen Akteure einbezieht.

Die unterzeichnenden Organisationen

  • GIFAP (Groupement de l'Industrie Française d'Articles de Pêche - Verband der französischen Fischereiindustrie)
  • FIN (Fédération des Industries Nautiques - Verband der Wassersportindustrie)
  • CNP (Confédération du Nautisme et de la Plaisance - Verband der Boots- und Freizeitwirtschaft)
  • CML (Confederation Mer & Liberté).
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