Der Widerstand gegen die Fünf-Makrelen-Quote kommt nicht mehr nur von Freizeitfischern. In Boulogne-sur-Mer stellt der ehemalige Fischereiminister Frédéric Cuvillier die Ministerin Catherine Chabaud direkt zur Rede und fordert eine Überprüfung der Fangobergrenze.
Ein ehemaliger Fischereiminister geht auf die Barrikaden
Der politische Streit um die Quote von fünf Makrelen pro Tag für die Freizeitfischerei hat eine neue Dimension erreicht. In einem Schreiben vom 10. März an die stellvertretende Ministerin für Meer und Fischerei, Catherine Chabaud, fordert der Abgeordnete und Bürgermeister von Boulogne-sur-Mer, Frédéric Cuvillier, die im Entwurf des Erlasses vorgesehene Begrenzung zu überprüfen.
Als ehemaliger Fischereiminister ist der Abgeordnete aus dem Departement Pas-de-Calais mit den Mechanismen der Quotenverwaltung bestens vertraut. In seinem Schreiben erinnert er zunächst an den wissenschaftlichen Hintergrund, der zu einer starken Reduzierung der Fangmöglichkeiten für Makrelen geführt hat. Für 2026 werden die französischen Berufsquoten von rund 12 000 Tonnen auf 2 427 Tonnen gesenkt, was einer Senkung um fast 70 % entspricht und den Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung entspricht.

Eine massive Mobilisierung der Freizeitfischer
Der ehemalige Minister betont jedoch vor allem die beispiellose Mobilisierung, die durch den Entwurf des Erlasses ausgelöst wurde. Im Rahmen der von der Regierung eingeleiteten öffentlichen Konsultation gingen über 6 250 Beiträge ein, was für diese Art von Verwaltungsverfahren eine außergewöhnliche Menge darstellt.
In diesen Tausenden von Antworten taucht eine Botschaft immer wieder auf: das Unverständnis über die festgelegte Begrenzung auf 5 Makrelen pro Angler und Tag. Laut Frédéric Cuvillier fordert eine Mehrheit der Teilnehmer, dass diese Obergrenze auf 10 Fische pro Tag angehoben wird.
Der Abgeordnete betont außerdem, dass diese Fischer "verantwortungsbewusst, bewusst und engagiert für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen" seien. Er fordert die Ministerin daher auf, das Ergebnis der Konsultation zu berücksichtigen und die Maßnahme neu zu bewerten.


Wachsender politischer Druck
Dieses Schreiben erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden politischen Drucks rund um das Quotenprojekt. Mehrere Parlamentarier haben sich in den letzten Wochen bereits an die Regierung gewandt und die an der Küste geäußerten Bedenken aufgegriffen.
In seinem Brief fordert Frédéric Cuvillier ausdrücklich, dass das Ergebnis der öffentlichen Konsultation vor der endgültigen Veröffentlichung des Erlasses berücksichtigt wird. Für den ehemaligen Minister macht das Ausmaß der Mobilisierung es nun erforderlich, die geplante Fangobergrenze für die Freizeitfischerei zu überdenken.
Dieser Brief folgt auf den Brief eines anderen Fischereiministers, Stéphane Travert, und zahlreicher Abgeordneter, auch aus der Präsidentenmehrheit.
Es bleibt abzuwarten, ob diese Interventionen bei der endgültigen Entscheidung der Regierung wirklich ins Gewicht fallen werden, da der Text in den nächsten Wochen veröffentlicht werden soll.
Inhalt der Reportage
1

/ 








