Angeln mit Kunstködern: Welche Farbe soll man je nach Wasser und Wetter wählen?

Welche Farben von Ködern sollte man wählen?
Welche Farben von Ködern sollte man wählen? © Laurent Duclos

Sollte man die Farbe der Köder an die Wasserfarbe und das Wetter anpassen? Ja, aber man sollte dies nicht zu einer absoluten Regel machen. In klarem Wasser und bei hellem Licht beruhigen natürliche Farbtöne die Raubfische oft mehr. Wenn das Wasser hingegen gefärbt, trüb oder das Licht schwächer ist, können auffälligere und kontrastreichere Farben den Unterschied ausmachen. Die Farbe zählt, aber sie muss immer mit der Animation, der Größe des Köders und der Aktivität der Fische abgestimmt werden.

Die Farbe des Wassers

Die Klarheit des Wassers ist das erste Kriterium, auf das Sie achten sollten. In klarem Wasser sehen Raubfische Details besser, daher erweckt ein imitierender Köder, der den lokalen Beutetieren ähnelt, mehr Vertrauen.

Umgekehrt erkennt der Fisch in stacheligem, belastetem oder unübersichtlichem Wasser feine Formen weniger gut. In diesem Fall ist es besser, Farben zu wählen, die sich deutlich abheben, wie Weiß, Chartreuse, Gelb, Orange oder Rosa.

Es geht nicht nur darum, "schön" zu sein, sondern auch darum, auf der richtigen Ebene sichtbar zu sein, weder zu unauffällig noch zu aggressiv.

La couleur du leurre a son importance quand la pêche est difficile.
Die Farbe des Köders ist wichtig, wenn das Angeln schwierig ist.

Einfluss des Wetters

Das Wetter wirkt sich vor allem über die Helligkeit aus. Bei sonnigem Wetter begünstigen klares Wasser und viel Licht oft natürliche, durchscheinende oder leicht glitzernde Farben.
Wenn sich der Himmel bedeckt, das Licht schwächer wird oder Wellen die Lichtdurchdringung brechen, werden hellere Farbtöne für den Fisch oft besser lesbar.
Bei Sonnenaufgang oder -untergang können auch kontrastreiche oder warme Farben sehr gut funktionieren, da sie auch in einem weicheren Licht noch sichtbar sind.

Praktische Regeln

Die einfachste Logik besteht darin, von diesem Schema auszugehen:

  • Klares Wasser und volle Sonne = natürlich.
  • Gefärbtes Wasser oder bedeckter Himmel = besser sichtbar.
  • Sehr trübes Wasser oder schwaches Licht = kontrastreicher und auffälliger.

Man sollte jedoch bedenken, dass die Farbe nur ein Parameter unter vielen ist: Die Animation, die Größe des Köders, seine Vibration und das Aktivitätsniveau der Fische können genauso viel oder sogar noch mehr zählen.

Manchmal akzeptiert ein Raubfisch auf der Jagd eine auffällige Farbe sehr gut, während ein misstrauischer Fisch einen schlichteren Köder verlangt.

Différentes couleurs pour différentes situations.
Verschiedene Farben für verschiedene Situationen.

Feldberatung

In der Praxis ist es besser, mit einer "logischen" Farbe für die aktuellen Bedingungen zu beginnen und dann zu wechseln, wenn die Bisse ausbleiben. An einem neuen Platz besteht die richtige Methode oft darin, zuerst eine natürliche Grundfarbe zu testen und dann eine kontrastreichere Version, wenn die Sicht schlechter wird oder die Fische aggressiv erscheinen. Mit anderen Worten: Ja, man muss die Farbe anpassen, aber vor allem sollte man sie als Werkzeug zur Anpassung verwenden, nicht als feste Wahrheit.

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