Strandfischen und Springfluten: Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen

Die Gefahren des Strandfischens
Die Gefahren des Strandfischens © Laurent Duclos

Das Strandfischen bei Springfluten birgt vor allem drei große Risiken: den raschen Anstieg des Wasserspiegels, die Isolation auf dem Vorland und die mit dem Gelände verbundenen Schwierigkeiten wie Schlamm, Treibsand oder Strömungen. Zu den richtigen Verhaltensweisen gehört es, die Gezeitenzeiten zu überprüfen, in Begleitung loszuziehen, die Küste stets im Blick zu behalten und den Rückweg rechtzeitig vor Hochwasser einzuplanen.

Die größten Gefahren

Die erste Gefahr ist die steigende Flut: Sie kann sehr schnell zurückkehren, eine Sandbank umgehen oder den Rückweg versperren, vor allem wenn man die Geschwindigkeit, mit der das Wasser wieder steigt, unterschätzt. Das zweite Risiko hängt mit dem Relief des Vorlands zusammen, das niemals eben ist: Löcher, Rinnen, Stellen mit stehendem Wasser, rutschige Felsen und verschlammte Passagen können den Angler in die Falle locken oder sein Vorankommen stark verlangsamen. Die dritte Gefahr ist wetterbedingt: Wind, Seegang, Nebel oder Regen können die Orientierung erschweren, das Kälteempfinden verstärken und Rettungsmaßnahmen erschweren.

Wie kann man damit umgehen?

Vor dem Aufbruch sollte man die Gezeitenzeiten überprüfen und sich, wenn möglich, über die Besonderheiten des Angelplatzes informieren. Sicherheitsbehörden empfehlen außerdem, niemals alleine loszuziehen, einen Angehörigen über das gewählte Gebiet und die voraussichtliche Rückkehrzeit zu informieren sowie ein feuchtigkeitsgeschütztes Handy und ein Signalmittel wie eine Pfeife mitzunehmen. Vor Ort sollte man die Zeit im Auge behalten, sich einen Orientierungspunkt am Ufer merken und rechtzeitig den Rückweg antreten, idealerweise bevor das Meer deutlich ansteigt.

Bei Verschlammung oder in Notfällen

Wenn Sie im Schlamm versinken, sollten Sie nicht ruckartig an den Beinen ziehen: Es ist besser, das Körpergewicht zu verteilen, sich auf die Hände zu stützen und zu versuchen, sich zu befreien, indem Sie den Sogeffekt minimieren. Im Notfall sollten Sie je nach Situation die 196 für den CROSS oder die 18 anrufen und Ihre Position genau angeben. Wenn das Wasser steigt oder die Angst zunimmt, ist es am wichtigsten, sichtbar zu bleiben, nicht in Panik zu geraten und sofort um Hilfe zu bitten.

Nützliche Hinweise

Tragen Sie gut sichtbare und für die Kälte geeignete Kleidung, insbesondere im Winter oder bei starkem Wind. Meiden Sie gesperrte Gebiete, informieren Sie sich über die hygienischen Bedingungen in den jeweiligen Gebieten und halten Sie sich an die zulässigen Größen und Mengen, denn Vorsicht ist auch im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit geboten.

Eine einfache Regel fasst alles zusammen: Man begibt sich auf den Vorstrand mit der Absicht, früh wieder zurückzugehen, niemals mit der Absicht, ?zu sehen, wie weit man kommen kann?.

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