Warum ist der Sommer die Hauptsaison für Flusskrebse?
Von Juni bis September liegen die Wassertemperaturen oft über 15 °C ? ab diesem Wert wird der Flusskrebs deutlich beweglicher und fressfreudiger. Sein Stoffwechsel beschleunigt sich, er jagt mehr und bewegt sich häufiger, wodurch er sich leichter mit Ködern anlocken lässt. Flusskrebse sind hauptsächlich nachtaktiv und nutzen die Sommerabende, um von der Dämmerung bis mitten in die Nacht zu jagen und zu fressen.
Der Frühling, der oft von der Fortpflanzung geprägt ist, weicht im Sommer einer Phase intensiver Nahrungsaufnahme, wodurch die Krebstiere empfänglicher für Köder werden. Schließlich erleichtern niedrigere und stabilere Wasserstände den Zugang zu Ufern, Steinschüttungen und geschützten Bereichen, in denen sie sich verstecken, was die Suche einfacher und effizienter macht.
Auf die Waage ? die Top-Technik im Sommer
Das Fischen mit der Waage ist nach wie vor die gängigste und effektivste Methode, um im Sommer Flusskrebse zu fangen. Dafür benötigt man eine einfache Ausrüstung: 1 bis 6 Reusen mit einem Durchmesser von maximal 30 cm und einer Maschenweite von mindestens 10 mm, eine Angelrute oder einen gegabelten Stock sowie einen stark riechenden Köder. Die wirksamsten Köder sind Leber, Innereien, Fischstücke, Sardinen oder auch durchbohrte Hundekroketten. Der Köder soll einen starken Geruch verströmen, um die Flusskrebse schon aus der Ferne anzulocken.

Wählen Sie typische Stellen aus: sanft abfallende Ufer, unter Steinen, Wurzeln, versunkene Äste, Steinschüttungen, ruhige Abschnitte von Bächen und kleinen Flüssen. Ködern Sie die Reuse, legen Sie sie flach auf den Grund, warten Sie 5 bis 15 Minuten und ziehen Sie sie dann mit einer schnellen, senkrechten Bewegung hoch, um die Krebse einzufangen, bevor sie entkommen können. Im Sommer sollten Sie die Dämmerung und die Nacht bevorzugen; stellen Sie mehrere Reusen im Abstand von einigen Metern auf und ziehen Sie sie alle 10 Minuten ein, um den Fang zu maximieren. Diese Technik ist einfach, macht Spaß und ist bei guten Bedingungen sehr ergiebig.
Mit der Reuse und von Hand ? interessante Alternativen
Das Fangen mit Reusen ist eine weitere Möglichkeit, sofern dies in Ihrem Departement erlaubt ist. Dabei handelt es sich um eine zylindrische, mit Drahtgeflecht versehene Falle mit Trichter; die Krebse werden vom Köder angelockt, gelangen hinein und können nicht mehr herauskommen. Stellen Sie die Reuse abends in flachen und geschützten Bereichen auf und holen Sie sie morgens wieder ein. Informieren Sie sich immer über die örtlichen Vorschriften, da der Einsatz von Reusen manchmal eingeschränkt ist.
Für einen spielerischeren und direkteren Ansatz eignet sich das Fangen mit der Hand in klaren, flachen Bächen ideal. Heben Sie die Steine vorsichtig an und fassen Sie den Flusskrebs fest am Rücken des Brustkorbs, direkt hinter den Scheren. Sie können auch einen kleinen Eimer und einen Stock verwenden, um ihn hinein zu treiben, da Krebse rückwärts schwimmen. Tragen Sie gegebenenfalls Handschuhe, da die Scheren einiger Arten, wie beispielsweise des Signalkrebses, kräftig zubeißen können.
Köder und Tipps für einen maximalen Fang
Duftende Köder sind der Schlüssel zum Erfolg: Leber, Innereien, Fischstücke, Sardinen, Hundefutter. Der Köder soll einen starken Geruch verströmen, um die Krebse schon aus der Ferne anzulocken. Konzentrieren Sie sich auf den späten Nachmittag und die frühen Abendstunden, denn dann ist die Aktivität am größten. Nähern Sie sich geräuschlos, vermeiden Sie plötzliche Schatten auf dem Wasser und handhaben Sie die Waagen beim Einholen ruckfrei, um die Krebstiere nicht zu verschrecken.
Vorschriften: Was Sie vor der Abreise wissen sollten
Die Vorschriften sind streng und variieren je nach Departement. Das Fangen einheimischer Flusskrebse (Weißbeiner, Dünnbeiner, Gebirgsflusskrebse) ist verboten. Nur das Fangen nicht heimischer Arten (Amerikaner, Louisiana-Flusskrebs, Signalflusskrebs usw.) ist in der Regel erlaubt, wobei diese nicht lebend zurück ins Wasser gesetzt werden dürfen.
In der ersten Kategorie ist die Fischerei oft vom zweiten Samstag im März bis zum dritten Sonntag im September erlaubt. In der zweiten Kategorie kann sie das ganze Jahr über erlaubt sein, allerdings variieren die Verordnungen der Präfekturen. Die Ausrüstung ist auf 6 Reusen mit einem Durchmesser von 30 cm und einer Maschenweite von ? 10 mm beschränkt; der Einsatz von Reusen kann lokal verboten sein. Nach dem Fang exotischer Flusskrebse muss sie durch Entfernen des Telsons töten (mittlerer Teil des Schwanzes), um eine Ausbreitung zu verhindern.

Der Sommer vereint Wärme, nächtliche Aktivität und gut zugängliche Angelplätze: Er ist die ideale Jahreszeit für ein erfolgreiches, einfaches und unterhaltsames Flusskrebsangeln ? vorausgesetzt, man wählt die richtigen Zeiten und Köder aus und hält sich an die örtlichen Vorschriften.

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