Gesundheitsempfehlungen
Diese Mikroorganismen, die oft fälschlicherweise als ?Blaualgen? bezeichnet werden, können dem Wasser eine leuchtend grüne, blaugrüne oder türkisfarbene Färbung verleihen. Manchmal treten sie in Form von Ansammlungen auf, die wie Farbe, Schaum oder eine grünliche Suppe an der Oberfläche aussehen. In mehreren Departements führt ihr Vorkommen bereits zu Zugangsbeschränkungen oder gesundheitlichen Empfehlungen.

Die betroffenen Fischer
Fischer sind davon unmittelbar betroffen. Wenn das Wasser eine ungewöhnliche Färbung oder grünliche Ablagerungen aufweist, sollte man es vermeiden, sich in diesem Gebiet aufzuhalten ? sei es mit dem Boot, dem Belly-Tube, dem Kanu oder dem Stand-up-Paddle. Nach jedem Ausflug müssen Ausrüstung, Stiefel, Kescher und Boote gründlich mit klarem Wasser abgespült werden, um einen längeren Kontakt mit möglichen Giftstoffen zu vermeiden.
Den Fisch nicht verzehren
Vorsicht ist auch beim Verzehr von Fisch geboten. Bestimmte Cyanobakterien produzieren Toxine, die sich in der Nahrungskette anreichern können. Vorsichtshalber wird empfohlen, keinen Fisch aus Gebieten zu verzehren, in denen eine starke Vermehrung dieser Bakterien festgestellt wurde. Wird ein Fisch aufbewahrt, sollte man ihn vor dem Verzehr oder Einfrieren möglichst schnell ausnehmen und enthaupten. Das Garen oder Kochen zerstört diese Toxine hingegen nicht.

Was sind die Anzeichen?
Es gibt mehrere Warnzeichen: leuchtend grünes, blaugrünes oder türkisfarbenes Wasser, schwimmende Flecken, grüner Schaum oder Schaumkrone, ungewöhnliche Probleme, manchmal ein unangenehmer Geruch. Bei diesen Anzeichen ist es am sinnvollsten, den Bereich zu wechseln und jeglichen Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden.
Keine Wunderlösung
Das Wachstum von Cyanobakterien wird durch Wärme, stehendes Wasser, starke Sonneneinstrahlung und einen Überschuss an Nährstoffen wie Phosphor oder Stickstoff begünstigt. Langfristig erfordert die Bekämpfung eine Verbesserung der Wasserqualität, die Reduzierung der Einträge aus der Landwirtschaft und die Renaturierung der Ufer. Allerdings gibt es keine Wunderlösung: Chemische Behandlungen sind verboten, und mechanische Maßnahmen sind in großem Maßstab nur wenig wirksam.

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