Forellenangeln: Soll man den Fluss stromaufwärts oder stromabwärts befischen?

Den Fluss hinauf- oder hinunterfahren, um Forellen zu angeln?
Den Fluss hinauf- oder hinunterfahren, um Forellen zu angeln? © Laurent Duclos

Die beste Strategie für das Forellenangeln im Fluss hängt vor allem von der Unauffälligkeit, der Strömung und der Art des Angelplatzes ab. In der Praxis ist das Stromaufwärtsangeln oft die logischste Lösung, doch je nach den Bedingungen kann auch das Stromaufwärtsangeln sehr erfolgreich sein.

Den Fluss hinauffahren

Das Angeln stromaufwärts ermöglicht es, sich gegen die Strömung vorwärts zu bewegen und den Köder dabei natürlich zu präsentieren. Der Köder treibt anschließend mit der Strömung, was für eine glaubwürdige Bewegung sorgt und dabei hilft, gegenüber den Fischen unauffällig zu bleiben.

Dieser Ansatz wird häufig an kleinen und mittleren Flüssen bevorzugt, vor allem wenn man nach aktiven Forellen sucht, die sich hinter Steinen, Kanten oder in schnelleren Strömungsabschnitten aufhalten. Er erfordert jedoch eine gute Kontrolle über die Schnur und oft eine recht schnelle Rolle, um den Kontakt zum Köder aufrechtzuerhalten.

Den Fluss hinunterfahren

Das Abfahren des Flusses kann sinnvoll sein, wenn die Beschaffenheit des Angelplatzes dies erfordert oder wenn eine Annäherung stromaufwärts die Fische verscheuchen würde. In manchen Fällen ermöglicht dies auch, einen Angelplatz aus einem anderen Blickwinkel anzugehen und die Erkundung abwechslungsreicher zu gestalten.

Diese Option ist in ruhigeren Gewässern, an breiten Ufern oder wenn man schnell ein großes Gebiet abdecken muss, interessant. Dabei muss man sich jedoch sehr unauffällig verhalten, da der Angler so leichter ins Sichtfeld des Fisches geraten kann.

S'adapter à la rivière.
Sich an den Fluss anpassen.

Die richtige Wahl

Am Fluss ist es oft am effektivsten, sich so zu positionieren, dass die Forelle vor dem Wurf nicht alarmiert wird. Viele Angler entscheiden sich daher für einen Stand stromaufwärts, um die Drift besser kontrollieren zu können, und wechseln dann je nach Tiefe, Strömungsgeschwindigkeit und angestrebtem Hindernis zu stromabwärts gerichteten oder 3/4-Winkeln.

Das Wichtigste ist nicht, sich für eine bestimmte Richtung zu entscheiden, sondern die Bewegung an den jeweiligen Standort anzupassen. Eine Forelle, die sich hinter einem Felsblock, unter einer Vertiefung am Ufer oder in einer Strömungsrinne versteckt, kann unterschiedlich reagieren, je nachdem, ob der Köder stromaufwärts, stromabwärts oder quer zur Strömung ankommt.

In Flüssen angelt man Forellen oft stromaufwärts, um unauffälliger und natürlicher zu wirken, doch das Angeln stromabwärts bleibt an bestimmten Stellen und in bestimmten Situationen ein nützliches Mittel. Dieser Ansatz vermeidet Dogmen und spiegelt die Realität vor Ort besser wider.

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